bestehend aus gleichen Seiten von Struktur, Chemie (Stoffwechsel) und Psyche betrachtet.
Mit Hilfe einfacher und effizienter Test- und Therapieprotokolle können funktionelle Zusammenhänge von Störungen in den einzelnen Teilaspekten eines Organismus und im Gesamtzusammenhang hergestellt werden. Die Methode verbessert so die Möglichkeiten jedweder medizinischen Tätigkeit.
Das grundlegende Prinzip der Applied Kinesiology:
Der Challenge Definition:
Man versteht darunter eine diagnostische Provokation des Organismus mit strukturellen, chemischen oder emotionalen Reizen.
In einfachen Worten ist dies so zu beschreiben:
Der Therapeut wird den Patienten nach der Erhebung einer üblichen Anamnese
(Krankengeschichte) entsprechend untersuchen. Die Reaktion (Stärke) verschiedener
Muskeln, die erfahrungsgemäss einen Zusammenhang mit der beklagten Störung
haben, wird geprüft. Anschliessend wird eine diagnostische Provokation
(Challenge) ausgeführt, die jeweils spezifisch für die entsprechende
Fragestellung ist.
Während oder nach Ausführen der diagnostischen Provokation wird
einer oder mehrere Muskeln erneut getestet und die Änderung der Muskeltestreaktion
notiert und interpretiert.
Je nach Fragestellung kann ein Challenge chemischer, mechanischer oder emotionler
Natur sein.
Dabei können prinzipiell zwei Kategorien von Fragestellungen unterschieden werden:
1) Untersuchung von dem Patienten potentiell schadenden
oder ihn belastenden Reizen
Ein Beispiel soll dies verdeutlichen:
Der M. rectus femoris (gerader Oberschenkelmuskel) ist dem Dünndarm zugeordnet.
Er kann optimal (wie auch andere Muskeln) beispielsweise für einen Nahrungsmitteltest
verwendet werden, sich Unverträglichkeitsreaktionen potentiell an den
Schleimhäuten des Magendarmtrakts manifestieren.
Zunächst wird der M. rectus femoris getestet und geprüft, ob er
normal reagibel ist. Die normale Reaktion eines Muskels wird durch Stimulation
eines sedierenden Akupunkturpunktes bzw. durch spezifische manuelle Inhibition
bestimmt. Beide Massnahmen schwächen u.a. den normal reagiblen Muskel.
Im Anschluss daran nimmt der Patient die zu testende Nahrung (z.b. Milch)
in den Mund (chemischer Challenge ) und derselbe Muskel wird erneut getestet.
Ist die Milch verträglich, ändert sich die Muskeltestreaktion nicht
(negativer Challenge).
Ist die Milch unverträglich, so kommt es zu einer Schwächung oder
zu einer Hyperreaktion (nicht mehr Schwächbarkeit) des Testmuskels, d.h.
der Challenge ist positiv.
2) Untersuchung von dem Patienten potentiell helfenden Massnahmen manueller Therapie, Medikamenten,etc.
Beispiel (Medikamententest) :
Soll beispielsweise getestet werden, ob ein bestimmtes Arzneimittel für
einen Fall von Bronchitis angezeigt ist und wirksam sowie verträglich
ist, so kann beispielsweise vom M. deltoideus, der der Lunge zugeordnet ist
und entsprechend bei Lungenerkrankungen häufig im Muskeltest schwach
ist, ausgegangen werden. Der Patient nimmt das zu tetende Medikament in den
Mund, oder an den Körper und der vorher schwache M. deltoideus wird erneut
getestet.
Ist das zu testende Heilmittel wirksam für den Patienten und gleichzeitig
verträglich, so wird der Muskel momentan stark und normal reagibel .Diese
Veränderung hält nur so lange an, wie die Substanz im Mund oder
am Körper ist.
Eine dauerhafte Verbesserung des Befindens ist natürlich erst bei ausreichend
langer Einnahme gewährleistet.
